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Türkisch-zyprische Regierung öffnet Stadt nach 46 Jahren

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Die türkisch-zyprische Regierung hat den Stadtteil Varosha in Famagusta nach 46 Jahren teilweise geöffnet. Mustafa Akıncı, der Präsident der Türkischen Republik Nordzypern, sieht darin eine mögliche Wahlbeeinflussung Ankaras.

Sicherheitskräfte der Republik Nordzypern teilten mit, dass ein ein Kilometer langer Strandabschnitt für Besucher zwischen 9 und 17 Uhr geöffnet wurde. Fernsehbilder zeigten Besucher, die teilweise in türkische Flaggen gehüllt auf verlassenen Straßen spazierten. Famagusta ist seit der Teilung der Insel militärisches Sperrgebiet. Zypern ist seit 1974 nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention geteilt. Im Norden gibt es die nur von der Türkei anerkannte Türkische Republik Nordzypern. Die Republik Zypern, deren Regierung den Südteil lenkt, ist seit 2004 EU-Mitglied.

Geisterstadt seit 1974

Famagusta im Osten der Insel gilt als Sinnbild der Teilung. Als die türkischen Panzer im August 1974 auf die Stadt vorrückten, verließen rund 40.000 Bewohner Varosha (türkisch: Kapalı Maraş). Seitdem gleicht das Areal einer Geisterstadt. Das Viertel ist unter türkischer Kontrolle, aber nicht besiedelt. Bei der Suche nach einer Lösung der Zypernfrage galt eine Rückgabe des Stadtteils an ihre früheren Bewohner eigentlich als mögliche Maßnahme zur Förderung des Vertrauens zwischen den beiden Volksgruppen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis äußerten sich nach einer Videokonferenz kritisch zur jüngsten Entwicklung. Sie bekräftigten, dass die Resolution des UN-Sicherheitsrates zu Varosha nach wie vor unabdingbar sei. In der Resolution 550 aus dem Jahr 1984 heißt es, Versuche, andere Personen als die ursprünglichen Einwohner in dem Stadtteil anzusiedeln, seien inakzeptabel. Mitsotakis und von der Leyen forderten, die Türkei müsse alle nötigen Schritte unternehmen, um die Spannungen in der Region zu verringern, und mit Griechenland, Zypern und der EU in einen konstruktiven Dialog treten.

Ankündigung nach Treffen mit Erdoğan

Der Ministerpräsident der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Ersin Tatar, hatte die Teilöffnung der ehemaligen Touristenhochburg nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan am Dienstag angekündigt. Varosha liege „unbestritten“ auf dem Boden Nordzyperns. Der Präsident von Nordzypern, Mustafa Akıncı, hingegen ist weniger begeistert: „Was getan wurde, ist eine Schande für unsere Demokratie und die Fortsetzung der direkten Einmischung bei den Wahlen.“

Kritik kam auch von den Vereinten Nationen und dem zyprischen Staatspräsidenten Nikos Anastasiades. Die Beziehungen zwischen Ankara und Athen sowie Nikosia sind wegen des Konflikts um Erdgasvorkommen ohnehin gespannt. Am Sonntag finden in Nordzypern Präsidentschaftswahlen statt. Tatar ist einer von elf Kandidaten.

dtj/dpa

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