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Reisewarnung, Reisehinweis, Sicherheitshinweis: Was passiert, wenn ich trotzdem in die Türkei verreise?

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Ein laufender Mann am Strand.

Türkische Hoteliers hatten sehnlichst auf deutsche Touristen gehofft. Die verlängerte Reisewarnung ist für sie ein herber Rückschlag. Der Ärger wächst. Indes schaltet sich Ankara ein. Die türkische Regierung fordert, die Beschränkung „zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ aufzuheben. Kann ich dennoch in die Türkei reisen?

Die Reisewarnung der Bundesregierung für 160 Staaten schlägt in der Türkei hohe Wellen. Die verlängerte Beschränkung, die vorerst bis 31. August gilt, hat in Ankara an höchster Stelle für Unmut gestört. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu versicherte gegenüber dem Spiegel: Alles sei für eine sichere Reise in die Türkei gewährleistet. Er verwies auf die zum Teil vom deutschen TÜV geprüften Hotelanlagen und die dafür nötigen Umbauarbeiten.

Deswegen forderte der Außenamtschef, die Reisewarnung „zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ aufzuheben. Çavuşoğlu zeigte sich „enttäuscht“ über die Haltung der Bundesregierung. „Die wissenschaftlichen Gründe hinter der Entscheidung sind für uns nur schwer zu verstehen“, sagte er. Dabei hatte sein deutscher Amtskollege Heiko Maas (SPD) angekündigt, dass es Ausnahmegenehmigungen geben könne, doch passiert ist seitdem noch nichts.

Reisewarnung – was heißt das überhaupt?

Çavuşoğlu geht es aber insbesondere um die Wucht der Reisewarnung. Denn das Urteil Berlins hat Gewicht – und für viele europäische Länder, aus denen ebenfalls viele Touristen regelmäßig Urlaub in der Türkei machen, Signalwirkung. Andere Staaten nehmen die deutsche Warnung als Anlass für eigene Reisebeschränkungen.

Aber was bedeutet „Reisewarnung“ im Beamtendeutsch eigentlich? Das Auswärtige Amt unterscheidet drei Stufen der Empfehlungen:

  • Reisehinweis: Sie enthalten Informationen zu den relevanten Besonderheiten eines Landes, zum Beispiel zu den Einreisebestimmungen, zu Zollvorschriften, strafrechtlichen Vorschriften und medizinischen Hinweisen.
  • Sicherheitshinweis: Mit diesen Information werden Reisende, wo erforderlich, auf landesspezifische Risiken für Deutsche aufmerksam gemacht.
  • Reisewarnung: Sie wird verhängt, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden „eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht“, heißt es auf den Seiten des Auswärtigen Amtes. Das bedeutet, dass Reisenden abgeraten wird, in diese Länder zu reisen. Deutsche, die in einem von einer Reisewarnung betroffenen Land leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert.

Die unter anderem gegen die Türkei verhängte Reisewarnung ist das schärfste Schwert der Bundesregierung. Sie ist aber kein Verbot, vielmehr ein dringender Appell des Auswärtigen Amtes. Dennoch hat sie konkrete Auswirkungen für Verbraucher: Denn mit ihr liegen „außergewöhnliche Umstände“ vor, die Verbrauchern das Recht geben, ihre Pauschalreise kostenlos zu stornieren. Sie bekommen also ihr Geld zurück.

Was ist, wenn ich trotzdem in die Türkei reise?

Wer überlegt, trotz Reisewarnung in die Türkei zu verreisen, sollte sich über die möglichen Folgen im Klaren sein. Denn wer in ein Risikogebiet reist, ist in der Regel nicht durch die Reisekrankenversicherung geschützt. Die meisten Versicherungen gelten dann nicht. Es gibt aber spezielle Krankenversicherungen, die auch in Risikogebieten greifen.

Sollte es zu einer zweiten Corona-Welle während des Urlaubs kommen, würden Reisende nicht von ihrem Heimatland zurückgebracht. Eine staatlich organisierte Rückholaktion von Urlaubern wie im März und April werde es nicht wieder geben können, betont das Auswärtige Amt.

Die Türkei ist nach eigenen Angaben bereit

Çavuşoğlu versichert gegenüber dem Spiegel: „Wir heißen deutsche Touristen auf das Wärmste willkommen“. Und fügt hinzu: „Von dem Moment an, in dem sie ihre Reise starten, bis sie zurückkehren, sind alle hygienischen Maßnahmen gegen das Coronavirus ergriffen.“

Dafür würde eigens ein Labor am neuen Istanbuler Flughafen eingerichtet: In der Türkei scheint tatsächlich alles bereit zu sein für die neue Touristen-Saison.

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