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Kutschaty: „Erinnerung an Solingen wichtiger denn je!“

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„Keine Sorge, nicht Juden, sondern Türken wurden angegriffen!“

In einem Gastbeitrag von Thomas Kutschaty, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag NRW, zu den Brandanschlägen in Solingen, mahnt der ehemalige Justizminister Rechtsstaatlichkeit und Demokratie als selbstverständlich zu erachten. Heute sei die Erinnerung an den Brandanschlag an Solingen noch bedeutender. In diesem Jahr jährt sich der feige Brandanschlag von Solingen zum 25. Mal.

In der Nacht zum 29. Mai 1993 starben Hatice Genc, Saime Genc, Hülya Genç, Gülüstan Öztürk und Gürsün Ince. Acht weitere Menschen erlitten teilweise lebensgefährliche Verbrennungen, unter denen sie heute noch leiden.

Die Familie Genc verlor in dieser Nacht fünf Familienmitglieder und ihr Heim. Dennoch hielt sie an Solingen als ihrer Heimat fest. Trotz ihres unermesslichen Schmerzes rief Familie Genc, insbesondere Mevlüde Genc – Mutter, Großmutter und Tante der Verstorbenen – kurz nach der schrecklichen Tat zu Versöhnung auf. Ja, sie nahm nach dem Brandanschlag sogar die deutsche Staatsbürgerschaft an und engagiert sich bis heute für ein friedliches Zusammenleben. Dafür gebührt ihr unsere hohe Anerkennung und mein größter Respekt.

Brandanschlag von Solingen eines der dunkelsten Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Brandanschlag von Solingen gehört zu einem der dunkelsten Ereignisse unserer Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Es war nicht nur ein grausamer Anschlag auf das Leben unschuldiger Menschen, sondern auch ein Anschlag auf unsere freie und demokratische Gesellschaft. Für viele türkeistämmige Mitbürgerinnen und Mitbürger war es auch ein Anschlag auf ihr Dasein in Deutschland und damit ein Einschnitt für ihr Zugehörigkeitsgefühl.   

Die Ereignisse in Solingen erinnern uns bis heute daran, dass Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie nicht selbstverständlich sind; dass wir jeden Tag für sie einstehen müssen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage in Deutschland und der EU ist die Erinnerung an Solingen wichtiger denn je. Solingen muss uns eine Mahnung sein, denn der Brandanschlag stand nicht in einem luftleeren politischen Raum. Es war der Höhepunkt rassistisch motivierter Anschläge zu Beginn der 90er Jahre – es gab Rostock, Hoyerswerda, Mölln und schließlich Solingen. All diese Anschläge ereigneten sich in einem politischen Klima, das sich gegen Asylsuchende richtete.

Auch 25 Jahre nach dem feigen Brandanschlag von Solingen müssen wir uns gegen die Ausbreitung von Rassismus und Rechtsextremismus einsetzen, Haltung zeigen und gemeinsam für Vielfalt und Toleranz in unserem Land eintreten. Nicht nur in Worten, sondern vor allem in Taten.

Wir haben in den letzten Jahren bereits viel auf dem politischen Feld der Integration geleistet, aber es gibt nach wie vor noch viel zu tun. Wir müssen der Lebensleistung der ersten Generation der sog. Gastarbeiter, denen Mevlüde Genc und ihr Mann angehörten, Anerkennung zollen und ihre Kinder und Enkelkinder, die nun schon in der vierten Generation in Deutschland leben, als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger wahrnehmen. Wir müssen in Bildung und Ausbildung für alle investieren; wir müssen echte Aufstiegsmöglichkeiten und Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen gewährleisten. Wir müssen von unseren Fehlern der Vergangenheit lernen und den zu uns neu Zugewanderten Menschen eine schnelle und gesteuerte Integration in unsere Gesellschaft ermöglichen.

Vor allem  müssen wir alle dazu beitragen, dass – wie Theodor W. Adorno es einmal sagte – Deutschland ein Land ist, in dem man „ohne Angst verschieden sein kann“..

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Flugstopp verlängert: Wie Turkish Airlines-Kunden jetzt an ihr Geld kommen

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Turkish Airlines gebuchte Tickets Corona.

Die halbstaatliche türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat ihren weitgehenden Flugstopp wegen der Coronavirus-Krise bis Mai verlängert. Bis auf wenige Inlandsflüge ruhe der Flugverkehr bis zum 1. Mai, teilte die Fluggesellschaft am Donnerstag mit. Die Maßnahme galt zuvor bis zum 17. April. Den Flugverkehr nach Deutschland hatte die Türkei am 21. März eingestellt.

Turkish Airlines Corona Korona Flüge

Foto: Twitter/ TurkishAirlines

Ticket bei Turkish Airlines gebucht? Das können Sie jetzt tun!

Kunden, die bei der Turkish Airlines bereits Flüge gebucht hatten und aufgrund der Maßnahmen im Zuge Coronavirus-Pandemie nicht fliegen können, bekommen ihre Reisekosten erstattet – und zwar in voller Höhe. Allerdings soll die Erstattung erst zwei Monate nach Aufhebung der Flugverbote erfolgen. Dies erklärte Turkish Airlines-Geschäftsführer Bilal Ekşi auf Twitter. Dennoch haben einige Kunden in Deutschland bereits die Rückzahlungen erhalten.

Reisende können sich aber auch für eine Umbuchung entscheiden. Für Flüge bis zum 31. Dezember 2020, die bis zum 20. März 2020 ausgestellt worden waren, entfällt bei der ersten Umbuchung die Gebühr. Die Reisenden können dann entscheiden, ob sie die Umbuchung vornehmen oder das Geld nehmen. Bei einer Umbuchung müsste der Flug spätestens am 28. Februar 2021 erfolgen.

Turkish Airlines hat für die Maßnahmen und die Rechte der Passagiere während der Corona-Zeit eine eigene Unterseite auf ihrer Webseite erstellt. Klicken Sie hier, um auf diese Seite zu gelangen.

Istanbul am stärksten von Corona betroffen

Die Türkei hat bislang mehr als 15 000 Coronavirus-Fälle gemeldet. Nach offiziellen Angaben starben landesweit 425 Menschen (Stand: Freitag, 03.04.2020) an der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das Virus ausgelöst wird. Am stärksten betroffen ist die Millionenmetropole Istanbul.

Türkei: Forderung nach strengeren Ausgangsbeschränkungen wegen Corona

Der Bürgermeister der Millionenmetropole, Oppositionspolitiker Ekrem Imamoğlu, hatte am Mittwochabend seine Forderung nach strengeren Ausgangsbeschränkungen für die Stadt wiederholt. Bisher hat die türkische Regierung nur für Menschen ab 65 Jahren sowie chronisch Kranke eine volle Ausgangssperre verhängt.

 

(dpa/dtj)

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Lahmacun und Künefe auf dem Weihnachtsmarkt: Warum eigentlich nicht?

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Weihnachten 2019 ist nun vorüber. Wenn in wenigen Stunden auch das Jahr 2019 von dannen zieht, wird die besinnliche Weihnachtsatmosphäre durch laute Böller, Knaller und Raketen an Silvester ersetzt. Doch so wie es mit dem Fastenmonat Ramadan ist, kommt auch die nächste Weihnachtstzeit im Handumdrehen wieder. Deshalb wollen wir als DTJ-Redaktion vorausschauen und eine nette Idee in die Runde werfen. Dazu blicken wir auf die diesjährigen Weihnachtsmärkte zurück. (mehr …)

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Deutschland: Freie Waffen für freie Bürger

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Das deutsche Waffenrecht ist im EU-Vergleich eher streng. Aber erst seit den Paris-Anschlägen gibt es EU-weite Mindeststandards. Hinzu kommt eine sehr unterschiedliche Verbreitung von Schusswaffen in den Bundesländern. Ein Überblick.

(mehr …)

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