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Idlib: Russland und Türkei beginnen Patrouillen − Provokation von Rebellen?

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Russland und die Türkei haben am Sonntag in Syriens letztem großen Rebellengebiet um die Stadt Idlib mit gemeinsamen Patrouillen entlang einer wichtigen Schnellstraße begonnen. Bei der ersten Fahrt sei es aber zu einer „Provokation“ von Rebellen gekommen, die von der Türkei unterstützt werden, teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Die Rebellen hätten versucht, Zivilisten − darunter auch Frauen und Kinder − als „lebende Schutzschilde“ einzusetzen, hieß es. Deshalb sei die Route der ersten Patrouillenfahrt verkürzt worden. Man gebe der Türkei nun zusätzlich Zeit, um die Sicherheit der gemeinsamen Kontrollfahrten sicherzustellen. Das türkische Verteidigungsministerium teilte am Sonntag lediglich mit, die erste gemeinsame russisch-türkische Patrouille auf der Schnellstraße M4 habe stattgefunden. Auf die vermeintlichen Provokationen ging es nicht ein.

Vereinbarung sieht auch einen „Sicherheitskorridor“ vor

Russland und die Türkei hatten sich vor mehr als einer Woche auf eine Waffenruhe und Kontrollfahrten in Idlib geeinigt. Die ersten Panzerfahrzeuge seien nahe der Siedlung Trumba rund zwei Kilometer westlich der strategisch wichtigen Stadt Sarakib losgefahren, hieß es russischen Agenturen zufolge.

Die Vereinbarung zwischen Russland und der Türkei sieht auch einen „Sicherheitskorridor“ entlang der Schnellstraße M4 vor, die durch das Rebellengebiet läuft. Die Schutzmächte wollen zudem ein „gemeinsames Koordinierungszentrum“ schaffen, um die Waffenruhe zu beobachten.

Waffenruhe wird bislang größtenteils eingehalten

Die ebenfalls vereinbarte Waffenruhe für die umkämpfte Region hält seitdem weitestgehend. Russland unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Regierung, die Türkei steht an der Seite der Rebellen. Am Sonntag jährt sich zugleich der Ausbruch des Konflikts zum neunten Mal.

Am 15. März 2011 waren in der Hauptstadt Damaskus erstmals Menschen zu Protesten gegen die Herrschaft von Präsident Baschar al-Assad auf die Straße gezogen. Die Region um Idlib im Nordwesten Syriens ist mittlerweile das letzte große Gebiet, wo islamistische Rebellen dominieren. Im Osten beherrschen Kurden zudem syrisches Staatsgebiet.

dpa/dtj

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