Der Grabstein von Kasım Toktaş. Eine Obduktion soll die Todesursache des Jungen klären.

Woran ist Kasım (5) gestorben? Bislang galt es als gesichert, dass der Junge dem Coronavirus zum Opfer fiel. Doch jetzt hat sein Vater ein erschütterndes Geständnis abgelegt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hieß es, dass Kinder und Jugendliche weniger gefährdet seien als ältere Patienten mit Vorerkrankungen. Zwar wurden in den folgenden Wochen immer wieder mal Fälle von jüngeren Infizierten gemeldet, doch dies blieb eine Seltenheit. Tödliche Krankheitsverläufe bei Jugendlichen oder Kindern wurden kaum bis gar nicht bekannt. Auch deswegen sorgte der Fall von Kasım in der Türkei für größeres Aufsehen.

Denn der 5-Jährige, so wurde zunächst berichtet, sei am 25. April infolge einer Covid-19-Infektion gestorben, nachdem er mit entsprechenden Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Doch elf Tage später nahm der Fall eine Wende. Der Vater von Kasım, Ex-Süper Lig-Profi Cevher Toktaş, gab an, dass er für den Tod des Jungen verantwortlich sei.

Im Quarantänezimmer sei er plötzlich durchgedreht und habe die Nerven verloren. Er habe ein Kissen genommen und es auf das Gesicht seines Sohnes gedrückt, bis dieser sich nicht mehr regte. Dann habe er nach dem Arzt gerufen und um Hilfe gebeten, damit niemand Verdacht schöpft. Der herbeieilende Arzt habe nur noch den Tod von Kasım feststellen können.

„Ich habe ihn getötet, weil ich ihn nicht mochte“

„Ich bin weder krank noch habe ich ein familiäres Problem“, erklärte der zweifache Familienvater gegenüber Habertürk. Er habe seinen Sohn seit dessen Geburt schlichtweg nicht gemocht. Warum, wisse er nicht.

Seine Verwandten haben Zweifel an der Version des Fußballers, der mittlerweile in einer Amateurliga kickt. Toktaş habe seinen jüngeren Sohn sehr wohl geliebt. Der 32-Jährige

Eine Obduktion soll nun die wahre Todesursache klären. Toktaş sitzt in Untersuchungshaft. Sollte er tatsächlich für den Tod seines Sohnes verantwortlich sein, muss er mit lebenslanger Haft rechnen.