ARCHIV - Polizisten in Zivil 15.07.2016 festgesetzte Soldaten in Istanbul, Türkei. Foto: Sedat Suna/EPA/dpa

Die Türkei hat nach eigenen Angaben die Auslieferung eines mutmaßlichen Wortführers des Putschversuchs verlangt, der sich angeblich in Deutschland aufhalten soll. Falls der Verdächtige Adil Öksüz in der Bundesrepublik sei, wolle man seine sofortige Verhaftung und Auslieferung, sagte Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Mittwoch dem Staatssender TRT. Man habe der Bundesrepublik dazu eine offizielle «Note» übermittelt.

Die Türkei reagierte damit auf Medienberichte der vergangenen Tage, wonach sich Adil Öksüz in Deutschland aufhalten soll. Öksüz ist nach Angaben türkischer Medien islamischer Theologe und mutmaßlicher Wortführer im Putschversuch vom vergangenen Jahr. Er wurde demnach kurz nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 festgenommen, aber nach seiner Aussage wieder freigelassen. Seitdem ist er auf der Flucht.

In einem Mammutprozess in der Hauptstadt Ankara gegen rund 500 Angeklagte, wird Öksüz zurzeit in Abwesenheit der Prozess gemacht.

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dpa/dtj