Im westtürkischen Gölcük ist die Leiche einer Deutschen gefunden worden, bei der es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um eine vor einem Monat als vermisst gemeldete Frau aus Niedersachsen handele. Die Polizei habe den Körper der Frau in einem mit Beton gefüllten Fass gefunden, das in einem Keller zusätzlich einbetoniert worden sei, berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Donnerstag. Die Hände der Leiche seien gefesselt gewesen, der Hals weise Würgespuren auf.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, dass in der Türkei die sterblichen Überreste einer Deutschen gefunden worden seien. Die zuständigen Behörden seien eingeschaltet.

Freund steht unter Verdacht

Habertürk berichtete, bei der Frau handele es sich mutmaßlich um die 39-jährige Friseurin Ritwa W., die vor mehr als einem Monat als vermisst gemeldet worden sei. Die Frau hatte demnach im Urlaubsort Antalya gearbeitet und war zuletzt in Istanbul gesehen worden. Sie sei Mutter von zwei Kindern. Die Leiche sei zur Identifizierung nach Istanbul gebracht worden. Auch die „Neue Presse“ berichtete am Donnerstag über den Fall der Frau, die aus Walsrode stammen soll.

Ein Sprecher der zuständigen Polizei in Soltau sagte auf Anfrage: „Es ist richtig, dass wir hier einen Vermisstenfall haben.“ Anfang März sei eine Frau in die Türkei geflogen und nicht wieder zurückgekommen. Es gebe bislang keine Bestätigung, dass es sich bei der Toten um die Vermisste handele. Die deutsche und die türkische Polizei stünden in Kontakt.

DHA berichtete weiter, die Polizei verdächtige den Freund des Opfers, Ali S., der inzwischen wieder in Deutschland sein soll. Die Behörden hätten gezielt im Umfeld des Freundes nach der Vermissten gesucht. Die Leiche sei zudem am Arbeitsplatz von S. gefunden worden.