Beim Risikospiel in der Fußball-Europa League zwischen Lokomotive Moskau und Fenerbahçe Istanbul sollen 2000 Polizisten für Sicherheit sorgen. Das teilten die Behörden in Moskau vor der Begegnung am Donnerstagabend mit.

Im Hinspiel vergangene Woche hatte der Moskauer Verteidiger Dmitri Tarassow einen Skandal ausgelöst, weil er ein T-Shirt mit dem Bild von Präsident Wladimir Putin demonstrativ zur Schau gestellt hatte. Lokomotive hatte in Istanbul 0:2 verloren.

Das Rückspiel gilt als heikel, auch wegen der gespannten Beziehungen zwischen Russland und der Türkei im Syrien-Konflikt. Der Kreml wies der Agentur Interfax zufolge Berichte zurück, wonach türkische Fans kein Visum bekommen hätten. Der für Lokomotive wichtige Nationalspieler Tarassow ist nach drei Gelben Karten gesperrt.

Fenerbahçe hingegen bedankte sich nach seiner Ankunft für den freundlichen Empfang durch die Russen. Es habe keinerlei Probleme gegeben, daran habe auch die türkische Botschaft in Moskau ihren Anteil.

Der Chef des Nationalen Olympischen Komitees, Alexander Schukow, rief Fans und Spieler zur Zurückhaltung auf. „Ich hoffe, dass das Rückspiel ohne Exzesse abläuft“, sagte er. Alle Aufmerksamkeit solle dem Fußball und nicht etwa der Politik gelten, forderte er.

Der Sportfunktionär Nikita Simonjan kritisierte die andauernde Debatte über Tarassow. „Ich weiß nicht, wie lange wir noch darüber sprechen sollen“, sagte er der Fachzeitung „Sport-Express“.