SATIRE Kurz vor dem Europa League-Rückspiel in Rom gegen Lazio (heute, 19 Uhr) hat Galatasaray doch noch die Schiedsrichteransetzung durch die UEFA kommentiert.

„Wir wissen auch nicht, was sich die Herren beim Verband dabei gedacht haben“, ließ sich ein Funktionär auf der Vereinshomepage nach tagelangem Schweigen zitieren. Die UEFA hatte für das Spiel einen russischen Referee eingeteilt.

„Gegen wen sollen wir denn jetzt spielen? Gegen Lazio oder den Schiedsrichter?“, klang der Funktionär verzweifelt. Zwischen der Türkei und Russland gibt es seit Monaten Spannungen.

Auch die Ereignisse vom Sonntag habe man noch nicht verarbeitet. Im Spiel gegen Trabzonspor war es zu kuriosen Vorfällen gekommen.

„Wir möchten den Herrn Schiedsrichter ausdrücklich vor Strafraumverletzungen warnen. Das dient nur seiner eigenen Sicherheit. Bei Missachtung können wir nicht ausschließen, dass einer unserer Spieler ihm die Rote Karte zeigt“, hieß es weiter in der Erklärung.

Der russische Schiedsrichter hat bislang auf die Stellungnahme von Galatasaray nicht reagiert. Der russische Fußball-Verband dagegen hat sich, obwohl sie für die Ansetzung nicht zuständig ist, in den Fall eingeschaltet: „Wir haben lange mit dem Schiedsrichter verhandelt und durchgesetzt, dass er auf ein Putin-T-Shirt unter seiner Arbeitskleidung verzichtet. Was wir dagegen nicht zusichern können, ist, dass er unparteiisch bleiben wird.“