Die Abkürzungen „.istanbul“ und „.ist“ werden zu Top-Level-Domains (TLD). Somit ändert sich beispielsweise die Adresse der Stadtverwaltung von İBB.gov.tr zu ibb.istanbul beziehungsweise ibb.ist. Das gab die Großstadtverwaltung Istanbul (İstanbul Büyükşehir Belediyesi, İBB) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der ICANN, Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, bekannt. Die ICANN ist für die Vergabe von einmaligen Namen und Adressen im Internet zuständig.

Dies sei eine Chance für Istanbul, in der globalen Weltwirtschaft einen festen Platz einzunehmen, betonte ICANN-Vizepräsident David Olivie in türkischer Sprache.
Istanbuls Oberbürgermeister Kadir Topbaş bezeichnete die neue Top-Level-Domain als ein innovatives Geschenk an künftige Generationen, welches eine Wirkung und Reichweite über die Landesgrenzen hinaus habe: „Wenn wir in unser U-Bahn-Netz ausbauen, kann dieser Fortschritt nur von den Bürgern der Stadt benutzt werden. Eine Top-Level-Domain für Istanbul kann hingegen von allen Menschen weltweit in Anspruch genommen werden“, so Topbaş.

Zunächst werden die Domain-Endungen „.istanbul“ und „.ist“ nur an eingetragene Weltmarken und ab Ende März an öffentliche Institutionen vergeben. Erst ab dem 10. Mai kann die Top-Level-Domain auch von Privatpersonen benutzt werden, gab Topbaş bekannt.

Top-Level-Domains sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Online-Welt. Seit 2014 haben unter anderem auch deutsche Städte wie Berlin und Hamburg eigene Endungen für Internetseiten. Berlin war Ende 2014 die erste Hauptstadt der Welt, die sich eine eigene Top-Level-Domain sicherte, die Vergabe der Endung .berlin lief jedoch eher schleppend an und hat sich bis heute nicht wirklich durchgesetzt.