Der Kampf zwischen Sicherheitskräften und der PKK tobt nicht nur in den mehrheitlich von Kurden bewohnten Gebieten im Südosten der Türkei. Er wird auch nicht nur mit Waffen ausgetragen. Es ist zugleich ein Kampf der Symbole. So haben in der gestrigen Nacht in Salihli (Manisa) im Westen der Türkei Unbekannte für Aufregung gesorgt: Mit Steinen wurde ein mehrere Meter großes PKK-Symbol auf einen Berghang geschrieben. Vorher stand auf dem Gelände die Buchstaben OGM, für Orman Genel Müdürlüğü (Forstverwaltung). Nachdem es am heutigen Morgen bemerkt wurde, haben Sicherheitskräfte den Schriftzug entfernt auf dem Gelände eine türkische Fahne ausgebreitet. Bürger hatten den Schriftzug bemerkt und die Gendarmerie benachrichtigt. Gegen die Verantwortlichen laufen Ermittlungen.

Unterdessen gehen die Kämpfe im Südosten weiter. In Sur, dem Altstadtviertel von Diyarbakır, ist die Situation unvermindert kritisch. Seit dem 2. Dezember, dem Tag, an dem die Ausgangssperre verhängt wurde, dauern die Operationen, um gegen die Gräben und Barrikaden der PKK-Kämpfer vorzugehen, an. Wie türkischen Medienberichten zu entnehmen ist, hört man in der Stadt ständig die Geräusche von Maschinenpistolen. Was im Stadtteil tatsächlich passiert, lässt sich nicht unabhängig bestätigen, das Militär hat ihn abgeriegelt. Die Regierung hält unbeirrt an der militärischen Option fest und versucht mit Gewalt für Ruhe in der Region zu sorgen.

Man wünschte, die Auseinandersetzungen auch im Südosten des Landes würden sich auf die Symbole beschränken.

Türkische Fahnen in Salihli