Bei einem Bootsunglück in der türkischen Ägäis sind mindestens acht Flüchtlinge ertrunken. Ihre Leichen seien am Dienstagmorgen am Ufer des westtürkischen Bezirks Dikili angespült worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Darunter seien mehrere Kinder.

Das Boot mit 22 Flüchtlingen sei auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos gekentert. Die Küstenwache suche nach Überlebenden. Zu Nationalität der Flüchtlinge gab es zunächst keine Angaben.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben 2,2 Millionen Flüchtlinge alleine aus Syrien aufgenommen. Im vergangenen Jahr verließen mehrere Hunderttausend das Land über den gefährlichen Seeweg Richtung Griechenland.

Die Türkei hat 25 Lager für Flüchtlinge errichtet. Die Mehrzahl der Syrer lebt jedoch außerhalb der Aufnahmezentren und ist mehr oder weniger auf sich alleine gestellt.

Im vergangenen Jahr hatte besonders das Foto des leblosen Körpers von Aylan, der ebenfalls in der Ägäis sein Leben verlor, international für Aufsehen gesorgt.