Als Antwort auf den Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs im November dieses Jahres stärkt Russland die militärische Zusammenarbeit mit seinen Verbündeten.

So arbeiten jetzt Russland und Armenien an einem gemeinsamen Luft-Abwehr-System. Wie die Zeitung Zaman berichtet, haben beide Länder am gestrigen Mittwoch ein entsprechendes Abkommen unterschrieben. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen ehemaligen russischen Befehlshaber. Begründet wurde der Schritt unter anderem damit, dass nicht nur türkische Flugzeuge den türkischen Luftraum, sondern auch andere NATO-Staaten. Dies erfordere einen effektiveren Schutz der Grenze.

Obwohl Armenien geographisch von Russland getrennt ist – dazwischen liegt Georgien – hat Russland Militäreinheiten im Land. Russland hatte schon 2013 mit Kasachstan einen Vertrag über ein gemeinsames Luft-Verteidigungs-System unterschrieben. Moskau arbeitet zudem über einen entsprechenden Vertrag mit Kirgisien und Tadschikistan, auch mit Weißrussland seien die Gespräche weit gediehen.

Der kirgisische Präsident Almazbek Atambayew kritisierte den derweil den Abschuss. Auch an den Grenzen seines Landes gebe es ständig Luftraumverletzungen, die manchmal mehrere „Stunden“ andauerten. Dennoch würden sie die Flugzeuge nicht abschießen. Es sei schade, dass die guten Beziehungen zwischen der Türkei und Russland wegen des Vorfalls einen so großen Schaden genommen hätten, erklärte Atambayew in seiner Jahrespressekonferenz am Donnerstag.

Die Türkei hatte am 24. November an der türkisch-syrischen Grenze ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen, weil es in den türkischen Luftraum eingedrungen war.