Der spanische Fußball-Nationaltrainer Vicente del Bosque weiß nach eigenen Angaben noch nicht, ob er nach der Europameisterschaft im kommenden Jahr in Frankreich weitermacht. Eine endgültige Entscheidung wolle er erst nach einem Gespräch mit dem Präsidenten des spanischen Verbandes (RFEF), Ángel María Villar, treffen, sagte del Bosque am Montag vor Journalisten im Trainingsgelände des RFEF in Las Rozas nordwestlich von Madrid.

„Im Gespräch mit dem Präsidenten werden wir alles klären. Aber die Entscheidung sollte nicht davon abhängen, ob man gewinnt oder verliert“, sagte der Nationaltrainer bei der Präsentation seiner Autobiografie „Gewinnen und Verlieren – Die emotionale Kraft“. Es sei „kein Buch des Abschieds“, betonte er.

Als er nach Aussagen des Sport-Staatssekretärs Miguel Cardenal gefragt wurde, der del Bosque zum Weitermachen überreden möchte, sagte der Trainer: „Wir werden das tun, was für den Verband am Besten ist.“ Lachend fügte er an: „Meine Frau hat gesagt, dass meine Entscheidung – egal wie sie ausfällt – in Ordnung sein wird.“

Der 65-Jährige, der Spanien als Coach zum Gewinn der EM 2010 und der WM 2012 führte, erklärte auch, wichtig sei zunächst vor allem die sechsmonatige Vorbereitung des Teams um Andrés Iniesta, Sergio Ramos und Gerard Piqué auf das nächste Kontinentalturnier, bei dem Spanien neben Kroatien und Tschechien auch auf die Türkei trifft.

Im Buch selbst schrieb del Bosque, der den spanischen Trainerstuhl nach dem Gewinn der EM 2008 von Luis Aragones übernahm, dass ein Karriereende im kommenden Sommer unter anderem aus „gesundheitlichen Gründen“ höchst wahrscheinlich sei.