US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat seine umstrittene Israel-Reise verschoben. Er werde den angekündigten Besuch bei Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nachholen, „nachdem ich Präsident der Vereinigten Staaten geworden bin“, twitterte der Republikaner am Donnerstag.

Ursprünglich wollte Trump am 28. Dezember mit Netanjahu in Jerusalem zusammentreffen und laut israelischen Medieninformationen auch den Tempelberg besuchen, die drittheiligste Stätte des Islam. Anfang der Woche hatte sich Trump für ein komplettes Einreiseverbot für Muslime in die USA ausgesprochen.

Vor diesem Hintergrund riefen am Mittwoch 37 Abgeordnete des israelischen Parlaments Netanjahu in einem Schreiben auf, die Begegnung mit Trump abzusagen. Zwei der Unterzeichner stammten aus dem Regierungslager. Der Oppositionspolitiker und frühere Armee-Kommandant Omer Bar-Lev twitterte dazu: „Soweit es an mir liegt, sollte dieser Rassist Donald Trump nicht in der Knesset empfangen werden.“ (kna/dtj)