In den letzten zwei Wochen haben etwa 3.000 Isländer ihre Religion gewechselt und sich dem Zuismus angeschlossen. Das sind fast 1 Prozent der Gesamtbevölkerung Islands.

Wie BBC Türkçe berichtet, geschieht der Religionswechsel vor allem aus Protest gegen die Kirchensteuer, die der Staat erhebt. Betroffen sind vor allem anerkannte Religionsgemeinschaften. Die Steuersumme betrage jährlich umgerechnet etwa 75.000 Euro. Das Geld komme auch den anerkannten Religionsgemeinschaften selbst zugute. Auch der 2013 entstandene Zuismus ist staatlich anerkannt.

Umfragen hätten zuletzt gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Isländer eine Abschaffung der Pflichtsteuer befürworte.

Der Clou: Die Gemeinschaft will ihren Mitgliedern die Kirchensteuer in vollem Umfang erstatten, wobei die isländischen Steuerbehörden darauf bereits mit der Ankündigung reagiert haben, dass in diesem Falle Einkommenssteuer auf die Rückerstattung zu entrichten sei.

Eine weitere Forderung der Zúistar besteht darin, das staatliche Register der Religionszugehörigkeit der Isländer abzuschaffen. Die Organisation will sich auflösen, wenn ihre Ziele erfüllt werden. In Island gibt es eine Pflicht für die Bürger, ihre Religionszugehörigkeit anzugeben. Etwa 79 % gehören der isländischen Staatskirche, der evangelisch-lutherischen Gemeinschaft an.