Nach seinem frauenfeindlichen Spruch gegen Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat Zweitliga-Profi Kerem Demirbay zur Buße ein Mädchen-Fußballspiel gepfiffen. Der Mittelfeldspieler von Fortuna Düsseldorf erfüllte damit die Vorgaben seines Vereins, der Demirbay den Einsatz in der Nachwuchsliga als Denkzettel für seinen verbalen Fauxpas verordnet hatte. Er leitete am Samstag die Partie SSVg 06 Haan gegen Blau-Weiß Langenberg (6:0) in der D-Jugend Kreisklasse und posierte danach lächelnd im Kreis der Mädchen.

Unter der Überschrift „So geht Fortuna damit um, wenn ein junger Spieler einen Fehler macht!“ veröffentlichten die Düsseldorfer die Aktion auch bei Facebook. Der Post erntete weitgehend Beifall, weniger allerdings das Outfit Demirbays. Er pfiff das Spiel in einem hellen Mantel und mit Stiefeln. „Ganz schwache Vorstellung. Unter dem Motto, ich geh halt mal dahin, lauf zwei mal hoch und zwei mal runter. Sein Outfit ist total daneben. Ich fühle mich als Schiedsrichter beleidigt!!!!“, kommentierte ein User unter einem Bild.

Mittelfeldspieler Demirbay soll nach seiner Gelb-Roten Karte beim FSV Frankfurt vor einer Woche zu Schiedsrichterin Steinhaus gesagt haben: „Ich finde, Frauen haben im Männerfußball nichts zu suchen.“ Der DFB verurteilte ihn dafür zu fünf Spielen Sperre, wovon zwei zur Bewährung ausgesetzt werden sollen. Fortuna kündigte allerdings Einspruch gegen das Urteil an. Demirbay hatte erklärt, er habe seine Emotionen in der Situation nicht im Griff gehabt.