Im Konflikt zwischen Russland und der Türkei ist eine Annäherung bei einem ersten wichtigen Treffen der Außenminister Sergej Lawrow und Mevlüt Çavuşoğlu ausgeblieben. „Wir haben nichts Neues von Çavuşoğlu gehört“, sagte Lawrow nach dem Gespräch am Donnerstag in Belgrad. Es war das erste Treffen ranghoher Vertreter beider Länder seit dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei am 24. November. Ankara wirft Moskau eine Verletzung seines Luftraums vor. Der Kreml weist dies zurück.

Er habe seinem türkischen Kollegen Russlands bisherigen Standpunkt erläutert, sagte Lawrow Agenturen zufolge. Das Gespräch hatte Berichten zufolge etwa 40 Minuten gedauert.

Zum Beginn der britischen Luftangriffe gegen Terroristen in Syrien rief Lawrow die Führung in London auf, ihre militärischen Handlungen im Einklang mit dem Völkerrecht umzusetzen. Dafür benötige Großbritannien die Zustimmung der syrischen Regierung, sagte er.

Lawrow betonte zudem am Rande des Ministerrats der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), dass die türkisch-syrische Grenze geschlossen werden müsse. Die Kurden müssten in diesen Vorgang eingebunden werden. Russland wirft der Türkei vor, die in Syrien und im Irak agierende Terrormiliz Islamischer Staat (IS) durch den Kauf von gestohlenem Öl zu stützen. (dpa/dtj)