Die Türkei sucht nach den russischen Sanktionen nach Alternativen, um mögliche Engpässe bei der Energieversorgung zu umgehen. Eine scheint auf der arabischen Halbinsel gefunden.

Bei einem Staatsbesuch in Katar erklärte Präsident Recep Tayyip Erdoğan, dass die Türkei künftig auch Erdgas aus dem Golfstaat beziehen werde. Zudem hätten sich beide Länder darauf verständigt, die gegenseitige Visapflicht aufzuheben. Das berichtet die türkische Internetzeitung „Radikal“.

Nach seinem Gespräch mit Staatsoberhaupt Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani trafen sich die Delegationen. Auf türkischer Seite waren auch der Energieminister Berat Albayrak, der zugleich der Schwiegersohn des Präsidenten ist, und weitere wichtige Minister vertreten.

Am Rande seines Besuchs im Golfstaat wies Erdoğan erneut die Vorwürfe aus Russland, die Türkei treibe Ölgeschäfte mit dem IS, entschieden zurück. Moskau legte heute angebliche Beweise vor, die belegen sollen, dass sogar der Präsident und seine Familie höchstpersönlich in den Ölhandel verwickelt sind.