Nach dem 0:2 bei Atlético Madrid, womit das Aus in der Champions League besiegelt ist, herrscht bei Galatasaray Istanbul dicke Luft. Der leichte Abwärtstrend der letzten Wochen konnte auch durch den Trainertausch nicht gestoppt werden.

Mittelfeldstar Wesley Sneijder fand nach dem Ausscheiden deutliche Worte. „Ich bin sauer und enttäuscht, da wir mehr können. Wir müssen eine Reaktion zeigen. Wir müssen Widerstand leisten. Wir haben Potential. Wir haben zwar 0:2 verloren, doch es hätten auch 5 oder 6 Gegentreffer sein können. Wir müssen wieder aufstehen. Am Freitag geht es bei Null los“, so der 30-Jährige.

Der Grund für den schlechten Fußball stand für Sneijder, der die einzige nennenswerte Möglichkeit der Gäste knapp verpasste, auch fest: „Wenn du schlecht spielst und nicht die nötigen Ergebnisse holst, muss zunächst der Trainer gehen. Wir haben nicht gut trainiert und uns vorbereitet. Es hat keine psychologischen Gründe. Das ist kein gutes Training, was wir machen. Wir müssen besser und härter trainieren. Wir haben keine Taktik, kein System. Auf dem Feld stand nur ein Team, und das war Atlético.“ Damit ließ der holländische Nationalspieler kein gutes Haar an Ex-Trainer Hamza Hamzaoğlu.

Remis gegen Astana reicht für Platz drei

Die Löwen haben nach der dritten Niederlage in der Gruppenphase, die erneut nur dank Keeper Muslera nicht noch höher ausfiel, nur noch die Chance auf Platz drei und damit die Teilnahme an der Europa League – nicht gerade der Anspruch Galatasarays. Dafür reicht im abschließenden Spiel gegen Astana ein Unentschieden.

Vergangene Woche hatte sich der Club überraschend von Hamzaoğlu getrennt und am Montag Mustafa Denizli als seinen Nachfolger bestimmt. In Madrid saß allerdings noch Interimstrainer Claudio Taffarel auf der Bank.