Aydın Doğan, einer der führenden türkischen Unternehmer und Medienzar, sowie seine Tochter Hanzade Doğan Boyner sollen ins Gefängnis.

Aydın Doğan, Hanzade Doğan Boyner und zwei führenden Angestellten des Unternehmens werden in der sogenannten „Papierbetrugs-Affäre“ beschuldigt, im Ausland Scheinfirmen gegründet, dadurch Kleinanlegern geschädigt und Steuern hinterzogen zu haben. Das berichtet die regierungsnahe Yeni Akit.

Den Beschuldigten drohen bis zu acht Jahre Haft.

Aydın Doğan zählt mit einem Vermögen von 1,1 Milliarden Dollar zu den reichsten Personen der Türkei. Der 79-Jährige wurde Jahr 2009 wegen seiner Vermittlerrolle zwischen Deutschland und der Türkei mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Ob der Prozess gegen Aydın Doğan juristisch erforderlich ist oder ob es sich dabei um einen politischen Einschüchterungsversuch handelt, lässt sich schwer beurteilen.