Bei zwei Terrorattacken in Jerusalem sind mindestens zwei Israelis und ein palästinensischer Angreifer getötet worden. Weitere 20 Menschen wurden verletzt, davon sechs schwer, wie die Webseite ynetnews.com und der israelische Rundfunk am Dienstag berichteten.

In dem einem Fall griffen zwei Attentäter in einem Autobus die Fahrgäste mit Schusswaffen und Messern an. Ein 60-Jähriger wurde dabei getötet. Ein Attentäter wurde am Ende von Polizisten erschossen, der zweite durch Schüsse verletzt.

Über 33 Menschen getötet

Im zweiten Fall fuhr ein Palästinenser mit seinem Wagen in eine Gruppe wartender Menschen an einer Bushaltestelle. Er stieg aus und stach mit einem Messer auf die Passanten ein. Ein Israeli starb. Der Angreifer wurde festgenommen. Seit Beginn der jüngsten Gewaltwelle vor knapp zwei Wochen wurden sechs Israelis und 27 Palästinenser getötet.

Am selben Vormittag kam es in Raanana bei Tel Aviv zu zwei separaten Messerangriffen von Palästinensern. Jeweils ein Mann und eine Frau erlitten Verletzungen. Die Attentäter wurden in beiden Fällen überwältigt und festgenommen.

Inmitten wachsender Spannungen ist es in den vergangenen Tagen zu einer Serie von Messerangriffen gekommen. Ein Streit um die Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Plateau des Tempelbergs in der Jerusalemer Altstadt hat die jüngste Gewaltwelle befeuert.

Hamas verteidigt die Angriffe

Die palästinensische Hamas reagierte zufrieden über die Angriffe. Ynetnews.com zufolge teilte sie mit, diese seien „eine Botschaft für jeden, der unsere Heiligen Stätten verletzt.“ Sie rief dazu auf, die „Intifada fortzusetzen“. Dies sei die natürlich Antwort auf das Schweigen der Welt, so die radikale Organisation.

Erst in der Nacht zum Sonntag waren bei Angriffen israelischer Kampfflugzeuge eine schwangere 30-Jährige und deren vierjährige Tochter getötet worden. (dpa/dtj)