Die stark von der Flüchtlingskrise betroffene Türkei will ihre Grenzen im Gegensatz zu Ländern wie Ungarn nicht für Schutzsuchende schließen. „Unsere Tore werden offen bleiben. Wir umarmen alle, die vor Krieg und Verfolgung fliehen“, sagte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu am Mittwoch vor der UN-Vollversammlung.

Kein Land hat mehr Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen als die Türkei. Nach Davutoğlus Angaben fanden mehr als zwei Millionen Syrer und auch 200 000 Iraker in der Türkei Zuflucht. Sein Land habe das bislang fast acht Milliarden Dollar gekostet – 417 Millionen Dollar habe es im Gegenzug von der internationalen Gemeinschaft bekommen.

Bisher würden 230 000 syrische Kinder in der Türkei Schulunterricht bekommen, bis zum Ende des Jahres solle sich diese Zahl verdreifachen. Und: Bislang wurden demnach 66 000 syrische Babys in der Türkei geboren. (dtj/dpa)