Mindestens 25 Vermummte haben eine türkische Moschee in Bielefeld angegriffen und mehrere Autos beschädigt. Hintergrund der Attacke am Donnerstagabend sei vermutlich die aktuell angespannte Situation in der Türkei, teilte die Polizei am Freitag mit.

Die mutmaßlich kurdischen Angreifer hätten erfolglos versucht, in die Moschee einzudringen. Die Polizei nahm eine Person fest. Die übrigen Jugendlichen, die ihre Gesichter mit weißen Tüchern maskiert hatten, konnten laut „Neue Westfälische“ entkommen. Die Ermittlungen dauerten an, weitere Einzelheiten wolle die Polizei im Laufe des Freitags mitteilen, berichtete die Lokalzeitung in ihrer Online-Ausgabe.

Die Angreifer hätten vor der Moschee parkende Autos beschädigt und Parolen der kurdischen Terrororganisation PKK an ein angrenzendes Gebäude geschmiert. Das Gebäude werde wohl von der rechtsgerichteten türkischen Vereinigung „Graue Wölfe“ genutzt, berichtete die Polizei. Menschen wurden nicht verletzt.

Seit dem Ende des Friedensprozesses zwischen PKK und türkischer Regierung im Juli greifen PKK-Terroristen im Südosten der Türkei Sicherheitskräfte an. Die türkische Luftwaffe greift PKK-Stellungen im Nordirak an. Es kamen bislang über 100 türkische Sicherheitskräfte um. (dpa/dtj)