Bei einer Explosion in der türkischen Stadt Suruç an der Grenze zu Syrien sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Rund hundert seien bei dem „Terroranschlag“ am Montag verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Zunächst war von etwa zehn Toten die Rede.

Meldungen über einen Selbstmordanschlag bestätigten die Behörden zunächst nicht. Nach Medienberichten explodierte ein Sprengsatz im Garten eines Kulturzentrums, wo sich linksgesinnte Jugendliche zu einer Pressekonferenz versammelt hatten.

Mittlerweile ist ein Video aufgetaucht, das den Moment der Explosion zeigt. Es sind schockierende Szenen.

Die Parteien verurteilten den Anschlag scharf, Premierminister Davutoğlu sagte, dass er seinen Stellvertreter Numan Kurtulmuş in die Region geschickt habe. Dengir Mir Mehmet Fırat von der HDP zufolge steckt der IS hinter dem Attentat, das der Türkei gegolten habe.

Suruç liegt an der syrisch-türkischen Grenze gegenüber der Stadt Kobane. Ende Januar hatten kurdische Kämpfer Kobane nach monatelangen Kämpfen von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreit.