In der türkischen Ägäis sind mindestens sechs Flüchtlinge aus Syrien ertrunken. Sie hätten versucht, nach Griechenland zu gelangen, als ihr Boot vor dem westtürkischen Ayvacık kenterte, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag.

Die türkische Küstenwache habe zehn Flüchtlinge retten können, darunter zwei Kinder. Sie seien in ein örtliches Krankenhaus gebracht worden. Ziel der Flüchtlinge sei die griechische Insel Lesbos gewesen. Die türkische Küstenwache griff nach eigenen Angaben allein in den vergangenen zwei Tagen mehr als 550 Bootsflüchtlinge auf.

Die Türkei hat nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR 1,8 Millionen Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen – mehr als jedes andere Land. Viele versuchen, über die Türkei in die Europäische Union zu gelangen. Die Landgrenzen in die EU-Mitgliedsländer Bulgarien und Griechenland werden scharf kontrolliert. Die Schleuser weichen daher auf die gefährlichen Seerouten aus. Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl kritisieren die Grenzpolitik der EU. (dtj/dpa)