Einem Bericht der „Daily Mail“ zufolge sollen während des Terroranschlags am Freitag auf ein Hotel im tunesischen Sousse Hotelangestellte sich selbst als menschliche Schutzschilde für die Hotelgäste angeboten haben, die von einem mutmaßlich dschihadistisch motivierten Attentäter ins Visier genommen wurden.

Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf einen Augenzeugen, der aussagte, die Mitarbeiter hätten eine Kette gebildet, sich vor die Gäste gestellt und dem Terroristen zugerufen „Du musst zuerst uns töten, aber wir sind Muslime“. Dieser soll anschließend tatsächlich den Ort des Geschehens verlassen haben.

Bei dem Angriff waren zuvor 38 Menschen erschossen worden. Der mutmaßliche Täter, ein 24-jähriger Student, der den Strand gekannt haben soll, weil er zu einem früheren Zeitpunkt dort gearbeitet habe, war zuvor noch nie auffällig geworden. Er soll sich jedoch in der Dschihadisten-Hochburg Kairouan, wo er Elektro-Ingenieurswesen studierte, radikalisiert und der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) angeschlossen haben.