Schockzustand in der Provinz Giresun: Am Mittwoch wurden vier Menschen im Dorf Ortaköy im Bezirk Yağlıdere positiv auf die Infektionskrankheit Milzbrand (Anthrax) getestet. Dies berichteten mehrere türkische Zeitungen. Zwei von ihnen wurden demnach zu weiteren Untersuchungen und zur Behandlung nach Ankara überstellt. Unterdessen wurde einen Tag später eine weitere Person aus dem gleichen Dorf mit Anthrax diagnostiziert und umgehend ins Krankenhaus gebracht.

Wie der Vorsitzende des Gesundheitsamtes für die Provinz Giresun, Dr. Fazıl Özden, betonte, würden nun in der gesamten Nachbarschaft Untersuchungen durchgeführt.
„Unsere Gesundheitsteams haben jeden Einwohner des Dorfes getestet, vor allem jene, die Kontakt mit Tieren hatten“, so Özden. „Wir haben niemanden gefunden, der mit der Krankheit infiziert wäre.“

Das Direktorat für Ernährung, Landbau und Viehzucht erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme am 3. Juni, dass die vier infizierten Personen als Schlächter von Kälbern gearbeitet hatten und am 26. Mai wegen Hautläsionen ein Gesundheitszentrum aufgesucht hätten.

Der Erklärung zufolge könnte die Krankheit durch Stroh, das von außerhalb der Provinz Giresun stammte, eingeschleppt worden sein. Der gesamte Tierbestand des Dorfes sei medizinisch durchleuchtet worden und zeigte keinerlei Anzeigen für Anthrax.