Im westtürkischen Izmir könnte bald eine riesige Maria-Statue stehen. Das zumindest kann sich der Politiker Cemil Şeboy vorstellen.

Im Rahmen eines Wahlkampfauftritts präsentierte der Şeboy seine Pläne für Izmir, in der er bei den im Juni anstehenden Parlamentswahlen für die Regierungspartei AKP kandidiert. Demnach will er die Provinz, die für Christen als wichtige Wallfahrtsstätte gilt, zum weltweiten Touristenmagneten machen. In Izmir befindet sich das sogenannte Haus der Mutter Maria (Meryem ana evi), das angeblich letzte Wohnhaus Marias.

Gelingen soll dies insbesondere durch eine riesige Maria-Statue, die das Küstenbild Izmirs prägen soll. Die Provinz samt der gleichnamigen Stadt liegt am Ägäischen Meer. Als Vorbild nannte der Politiker die weltweit bekannte Christusstatue in Rio de Janeiro/Brasilien.

Bereits in seiner Zeit als Bürgermeister der zur Provinz Izmir zählenden Stadt Buca habe er diese Idee formuliert und auch Zuspruch erhalten. Nun sei es an der Zeit, diese zu verwirklichen.

Stehen soll die Statue, für deren Fertigstellung Şeboy keinen Zeitpunkt nannte, in der Stadt Selçuk, die auch die antike Stätte Ephesus beherbergt. Diese plant Şeboy mit der Statue durch eine Seilbahn zu verbinden. „Wenn wir diese Projekte umgesetzt haben, wird Selçuk eine viel gesprochene Stadt werden“, ist sich der AKP-Politiker sicher.