Sadi Güven
Sadi Güven

Ein hoher Offizieller der türkischen Wahlbehörde hat der Öffentlichkeit versichert, dass sich die kontrovers diskutierten Stromausfälle vom Vorjahr am Abend der Kommunalwahlen bei den bevorstehenden Parlamentswahlen nicht wiederholen würden. „Alle Katzen sind eingefangen“, hieß es aus der Wahlkommission.

Die Äußerung spielte auf eine Äußerung des türkischen Energieministers Taner Yıldız an, der den Stromausfall in Ankara am Wahlabend damit begründet hatte, dass Katzen in eine Trafostation eingedrungen wären. Die Bemerkung hatte für eine Reihe von Parodien in den sozialen Netzwerken gesorgt.

Am 31. März war es in weiten Teilen der Türkei zu flächendeckenden Stromausfällen gekommen. Die Ursache gilt immer noch als ungeklärt, es wurde unter anderem über einen möglichen Hackerangriff spekuliert. Die türkischen Behörden haben – aufgeschreckt durch den Vorfall – beschlossen, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um am 7. Juni Ausfälle in der Energieversorgung zu verhindern.

Das staatliche Versorgungsamt hat eine Ausschreibung in Kraft gesetzt, die auf den Erwerb von Generatoren gerichtet ist, die in jedem Wahllokal bereitstehen sollen.

Dies war aber auch nicht die einzige Maßnahme. „Wir haben alle Katzen gefangen. Es gibt keine Katzen mehr“, erklärte der Vorsitzende der Obersten Wahlbehörde (YSK), Sadi Güven, scherzhaft an der Okan-Universität Istanbul am 14. April auf die Frage eines Studenten nach den Vorfällen des Vorjahres, wie die Nachrichtenagentur Cihan berichtet.

„Wenn es einen Generator gibt, wird es auch kein Problem geben“, ergänzte Güven. „Wir versuchen, unseren Job auf eine saubere Weise zu erledigen und keinerlei schlechte Nachrede zu riskieren. Deshalb werden wir in allen Bezirken Generatoren aufstellen.“