Ein Bericht des großstadtpolitischen Programms der Brookings Institution hat türkischen Städten ein beachtliches Wachstum bescheinigt. Gleich vier türkische Städte haben es demnach unter die weltweiten Top 10 der Städte mit dem besten Wachstumsergebnis im Jahre 2014 geschafft.

Die Global Cities Initiative, ein gemeinsames Projekt von Brookings und JP Morgan Chase, haben 300 Städte auf allen Kontinenten ausgewertet und dabei haben es Izmir, Istanbul, Bursa und Ankara unter die besten Zehn geschafft.

Joseph Parilla, ein Forschungsanalytiker von Brookings, der zu den Co-Autoren des Berichts gehört, zeigte sich darüber verwundert, dass sich die Türkei mit ihrem ökonomischen Erfolg kaum in den Schlagzeilen der Welt findet. „Aber möglicherweise sollte sie das sein“, betont Parilla gegenüber der „Hürriyet“, „denn sie ist von einer ziemlich soliden makroökonomischen Politik gekennzeichnet.“

Sicherheitsbedenken, die sich in der Türkei auf Grund ihres instabilen regionalen Umfelds zeigen, haben nichts daran ändern können, dass türkische Metropolen im Jahre 2014 ein ausnehmend gutes Jahr erlebt hätten, „mit İzmir, Istanbul und Bursa unter den besten fünf Performern weltweit, mit starken Expansionen im Bereich der Geschäfts- und Finanzdienstleistungen“, wie es im Bericht hieß.

Die Türkei profitiere von ihrer Lage als Bindeglied zwischen Europa und Asien sowie von ihren massiven Investitionen in den Straßenbau und andere Infrastrukturprojekte, die kurzfristig Jobs schaffen und langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer noch größeren Effizienz der türkischen Wirtschaft beitragen, hieß es bei Brookings weiter.

Hingegen hätten sich 65 Prozent der europäischen und 57 der nordamerikanischen Städte nicht von der jüngsten Rezession erholt.