Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) hat den USA laut „HürriyetDailyNews“ mit weltweiten Angriffen gedroht. In einem Video, das ein Bild eines während der US-Okkupation des Irak enthaupteten Amerikaner und Opfer von Heckenschützen zeigt, wurde an die USA das Statement gerichtet: „Wir werden Euch alle in Blut ertränken“.

Offenbar starteten Anhänger der Terrororganisation auf dem Kurznachrichtendienst Twitter einen Hashtag, um ihre Drohung zu verbreiten. Unter dem Hashtag #AmessagefromISIStoUS drohten die Nutzer damit, amerikanische Botschaften und Amerikaner anzugreifen. Auf den sozialen Medien kursierte auch ein Bild, das eine auf einem Iphone angezeigte Flagge des IS vor dem weißen Haus zeigen soll.

Die Gruppe ist für ihre effiziente Nutzung sozialer Medien bekannt. Zusätzlich zu eigenen Profilen unterhielt der IS eine eigene App, mit der Twitter-Nutzer dem IS-Netzwerk beitreten konnten.

Der IS hat große Teile des Iraks eingenommen und dadurch die ersten US-amerikanischen Luftschläge seit Ende der Besetzung des Landes im Jahre 2011 hervorgerufen. Die US-Luftschläge haben kurdischen Kämpfern dabei geholfen, einige zuvor vom IS eingenommene Territorien zurückzuerobern. Der IS hatte im Vorfeld damit gedroht, nach Bagdad zu marschieren. US-Präsident Barack Obama hat in einer Pressekonferenz am Montag den IS als Gefahr für den Irak und die gesamte Region bezeichnet.

Die Terrorgruppe "Islamischer Staat" nutzt soziale Medien, um seine Propaganda zu verbreiten.

Der jüngste Vorstoß des Islamischen Staates hatte zur Flucht Zehntausender Angehöriger der jesidischen, turkmenischen und christlichen Minderheiten im Land geführt und die Zentralregierung in Bagdad ebenso wie deren westliche Verbündete alarmiert.

Zwar nahmen IS-Kämpfer bei der Eroberung der irakischen Metropole Mossul den türkischen Konsul als Geisel. Anders als al-Qaida hat sich der IS jedoch bisher darauf fokussiert, Land in Syrien und im Irak zu erobern, um darauf sein selbsternanntes „Kalifat“ zu errichten. Spektakuläre Anschläge auf westliche Ziele hat die Gruppe bislang unterlassen.